Botanischer Garten Kiel

Das Victoriahaus

Im Victoriahaus des Botanischen Gartens Kiel sind tropische Wasserpflanzen zusammen mit der wichtigen Vegetationseinheit, den küstenbefestigenden Mangroven, zu sehen. Darüber hinaus birgt dieses Schauhaus auch weltwirtschaftlich bedeutende Nutzpflanzen wie die Kokospalme, das Zuckerrohr (nebst Zuckerpalme), Reis, Papayas, Taro, Tamarinde u.a.

In den Sumpfbecken sind Wasserpflanzen, wie der Wassersalat (Pistia stratiotes, Aronstabgewächse), eine pantropische Wasserpflanze mit freischwimmenden Blattrosetten, zu sehen. Die aus dem tropischen Amerika stammende Wasserhyazinthe (Eichhornia crassipes, Wasserhyazinthengewächse) bildet frei schwimmende Teppiche und ist als Eindringling in anderen Weltgegenden zum Problem geworden, wo sie auf Kanälen den Bootsverkehr und auf Seen die Fischerei behindert. Zu den Farnpflanzen gehören die ebenfalls freischwimmenden Vertreter der Gattungen Salvinia und Azolla.

Die Hauptanziehungspunkte sind sicherlich die Riesenseerosen der Gattung Victoria, die dem Haus seinen Namen gaben, und weitere Seerosengewächsen wie Nymphaea lotus, die blaue Blume vom Nil. Victoriahäuser mit der berühmten Amazonas-Riesenseerose sind seit dem 19. Jahrhundert der Stolz jedes bedeutenden Botanischen Gartens. Sofern wir Samen der beiden einzigen existierenden Arten selbst ernten können oder von anderen Gärten bekommen, werden abwechselnd Victoria amazonica vom Amazonas und Orinoco und Victoria cruziana aus dem Parana-Flußgebiet gezeigt. Die Entwicklung vom Samen bis zur ausgewachsenen Pflanze mit ihren kuchenblechförmigen, auf der Unterseite gerippten und bewehrten Schwimmblättern, die bei uns im Sommer über zwei Meter Durchmesser erreichen können, dauert fünf bis sechs Monate. Die großen Blüten erscheinen regelmäßig, oft schon im Januar. Der Botanische Garten Kiel zählt zu den wenigen, denen es gelingt, die Victoria-Pflanzen auch über den Winter hindurch zu erhalten und dies sogar blühend!

Ein Anziehungspunkt sind sicherlich die Riesenseerosen der Gattung Victoria, die dem Haus seinen Namen gaben, und weitere Seerosengewächsen wie Nymphaea lotus, die blaue Blume vom Nil. Victoriahäuser mit der berühmten Amazonas-Riesenseerose sind seit dem 19. Jahrhundert der Stolz jedes bedeutenden Botanischen Gartens. Sofern wir Samen der beiden einzigen existierenden Arten selbst ernten können oder von anderen Gärten bekommen, werden abwechselnd Victoria amazonica vom Amazonas und Orinoco und Victoria cruziana aus dem Parana-Flussgebiet gezeigt. Die Entwicklung vom Samen bis zur ausgewachsenen Pflanze mit ihren kuchenblechförmigen, auf der Unterseite gerippten und bewehrten Schwimmblättern, die bei uns im Sommer über zwei Meter Durchmesser erreichen können, dauert fünf bis sechs Monate. Die großen Blüten erscheinen regelmäßig, oft schon im Januar. Der Botanische Garten Kiel zählt zu den wenigen, denen es gelingt, die Victoria-Pflanzen auch über den Winter hindurch zu erhalten und dies sogar blühend!

TitanenwurzDas Victoriahaus ist auch Standort der in Kiel bereits berühmten Titanenwurz (Amorphophalus titanum), im Volksmund auch "Stinkewurz" genannt. Diese Pflanze, die bei uns seit 2012 regelmäßig alle zwei Jahre zur Blüte kommt, hat im Jahr 2018 erstmals mit zwei Blütenständen gleichzeitig geblüht.

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