Botanischer Garten Kiel

Das Gartenbereich am Haupteingang

Der Haupteingang des Botanischen Gartens Kiel erhält seine Unverwechselbarkeit durch das schmiedeeiserne Tor des Künstlerehepaares Lange. Vorlage sind die Butterbäume im Afrikahaus der Schaugewächshausanlage. Gleich hinter dem Tor führt ein Seitenweg nach links in Richtung des  Amerikareviers, der zuvor über die Spielfläche für Kinder führt, wo diese spielen und toben dürfen. Folgen Sie dem gelb gepflasterten Hauptweg weiter, so führt dieser Sie in einem großen Bogen nach links an einem Gewächshaus links des Weges vorbei, wo Sie durch die Glasscheiben einen Eindruck von der Flora des Urkontinents Gondwana bekommen können und im Sommer die Lotusblumen in üppiger Blüte entdecken können. Direkt gegenüber liegt die Kieler Forschungswerkstatt. Nur noch wenige Schritte den Hauptweg entlang erreichen Sie den Zentralen Platz, von dem aus Wege in alle Richtungen des Gartens abzweigen und bereits ein weiter Blick bis zum Alpinum möglich ist.

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Das Gartenrevier 'Amerika'

Das Gartenrevier "Amerika" befindet sich in der westlichen Spitze des Botanischen Gartens und beheimatet vor allem Pflanzen der gemäßigten Zonen Nordamerikas. Große Baumbestände geben einen Eindruck der eindrucksvollen Wälder Nordamerikas und der dort heimischen Baumarten. Dazu gehört auch der Zuckerahorn (Acer saccharum), der bereits Anfang bis Mitte September als einer der ersten die Zeit der herbstlichen Laubfärbung einläutet. Und viele blühende Pflanzen werden Sie als beliebte Kulturpflanzen oder als in Europa heimisch gewordene, ursprünglich aus Amerika stammende Neophyten wiedererkennen. Der Amerikapavillon lädt zum Verweilen und bietet Ihnen zudem Informationen zu ausgewählten Pflanzen. Die Pflanzen der Trockengebiete des amerikanischen Kontinents stellen wir Ihnen im  Amerikahaus der Schaugewächshausanlage vor.

Sie möchten mehr zum Revier Amerika wissen? Das Heft "Auf eigene Faust durch Nordamerika" führt Sie mit exakten Wegbeschreibungen durch diesen interessanten Teil des Botanischen Gartens und macht Sie auf manch wissenswertes Detail aufmerksam. Den Gartenführer erhalten Sie am Zentralen Platz (Rückwand der Kieler Forschungswerkstatt) und in der Eingangshalle der Schaugewächshäuser (Schutzgebühr 2€ pro Heft).

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Das Gartenrevier 'Europa'

Das Revier "Europa" zeigt eine Auswahl wichtiger Biotope unserer Heimat zu Lehr- und Anschauungszwecken für Studierende und Besucher. Dazu gehören der Waldrand, der Erlenbruch, das Moor, die Heide sowie die Düne mit Pflanzen, die an unseren Küsten der Nord- und Ostsee heimisch sind. Im Gebiet Richtung des Reviers "Amerika" finden Sie viele Pflanzen der Macchie, südeuropäischer, vom Menschen geprägter Landschaften mit Busch- und Hartlaubvegetation, die auch den norddeutschen Winter im Freiland überstehen. Empfindlichere Pflanzen des Mittelmeergebietes finden Sie dagegen im Mediterranhaus in der Schaugewächshausanlage. Gleich am Zentralen Platz, links des Hauptweges in Richtung Alpinum liegen die Beete zur Bestäubung- und Verbreitungsökologie.

Sie möchten mehr zu den Küstenpflanzen unserer Heimat wissen? Das Heft "Auf eigene Faust zu den Gärten der Küste" führt Sie mit exakten Wegbeschreibungen durch den Bereich der Düne und der Salzwiesen und macht Sie auf manch wissenswertes Detail aufmerksam. Den Gartenführer erhalten Sie am Zentralen Platz (Rückwand der Kieler Forschungswerkstatt) und in der Eingangshalle der Schaugewächshäuser (Schutzgebühr 2€ pro Heft).

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Das Gartenrevier 'Asien'

Das Gartenrevier "Asien", das sich zwischen der Schaugewächshausanlage und dem Olof-Palme-Damm befindet, wird durch eine Vielfalt eindrucksvoller Bäume geprägt, die Ihre Heimat im fernen Osten, von Japan, China bis in den Himalaya hinein haben. Zwischen den Bäumen finden Sie zudem ein Bambus-Dickicht mit schmalen verschlungenen Pfaden abseits der Hauptwege sowie auch zahlreiche Blütenpflanzen, die mit exotischen Formen und Farben begeistern.

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Das Gartenrevier 'System der Pflanzen'

Das "System der Pflanzen" nimmt den zentralen Bereich des Botanischen Gartens Kiel ein. Hier sind die Blütenpflanzen entsprechend ihrer Verwandtschaft angepflanzt. So teilen sich nahe miteinander verwandte Pflanzenarten die mit Gehwegplatten umrandeten Beete. Die Pflasterungen zwischen den Beeten zeigen die Verwandtschaftslinien. So ergeben die vielen quadratischen und rechteckigen Beete in diesem Gartenteil einen Stammbaum der Pflanzen, dessen Wurzel übrigens nicht am Zentralen Platz, sondern in der Nähe des Alpinums und des Arzneipflanzengartens zu finden ist. Von dort führt ein Weg zum Seiteneingang des Botanischen Gartens. Links dieses Weges finden Sie die Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen), recht die Zweikeimblättrigen (Dikotyledonen).

Plan zur Struktur und Lage des Systems der Pflanzen im Botanischen Garten Kiel zum Download (pdf-Datei).

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Das Gartenrevier 'Alpinum'

Pflanzen aus den Hochgebirgen der Welt vereint das "Alpinum", auch wenn der Name zunächst nur Pflanzen der Alpen vermuten lässt. Auf kleinsten Raum können Sie hier durch die ganze Welt wandern, von den europäischen Hochgebirgen und jenen Asiens bis hin zu den Anden Südamerikas und der Gebirge Afrikas. Selbst den Himalaya erreichen Sie bei uns sehr bequem, denn der Gipfel unseres künstlich aufgeschütteten Alpinums ragt nur zehn Meter über den Rest des Botanischen Gartens und erreicht dort immerhin 30 m über NN. Das ist aber völlig ausreichend um einen wundervollen Rundumblick über den Botanischen Garten zu genießen. Das Alpinum ist der artenreichste Teil des Botanischen Gartens Kiel mit vielen auch recht unscheinbaren Vertretern. Bitte seien Sie daher besonders achtsam, wohin Sie treten und verlassen Sie die Wege bitte nicht. Gleich unterhalb des Alpinums befindet sich in Richtung des großen Teiches der Rhododendronhang.

Sie möchten mehr zu den Pflanzen der europäischen Hochgebirge wissen? Das Heft "Auf eigene Faust zur Pflanzenwelt der Alpen" führt Sie mit exakten Wegbeschreibungen durch diesen interessanten Teil des Botanischen Gartens und macht Sie auf manch wissenswertes Detail aufmerksam. Den Gartenführer erhalten Sie am Zentralen Platz (Rückwand der Kieler Forschungswerkstatt) und in der Eingangshalle der Schaugewächshäuser (Schutzgebühr 2€ pro Heft).

Bitte beachten Sie, dass das Klettern auf den Steinblöcken des Alpinums lebensgefährlich ist, da diese verrutschen können. Bitte achten Sie daher auch besonders auf Ihre Kinder!

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Der Arzneipflanzengarten

Der Arzneipflanzengarten vereint Pflanzen, die seit alters her vom Menschen zu medizinischen Zwecken verwendet wurden. Damit knüpft dieser Teil des Botanischen Gartens an den "Hortus Medicus" an, als der unser Botanischer Garten im Jahr 1669 einst im Schlosspark von Kiel gegründet wurde. Nach ihrer Anwendung bei verschiedenen Leiden sind die Pflanzen hier sortiert. Neben jenen Pflanzen, die schlaffördernd wirken, finden Sie auch viele bekannte Gewürzpflanzen, die aufgrund ihres Gehaltes an ätherischen Ölen auch wichtige Arzneimittel darstellen. Und bedenken Sie bitte beim Besuch des Arzneipflanzengartens, dass sich hier auch einige sehr giftige Pflanzen befinden. Denn die Dosis entscheidet darüber, ob ein Ding (bei uns eben eine Pflanze) giftig ist oder nicht (frei nach Paracelsus). Achten Sie daher bitte auch auf Ihre Kinder!

Sie möchten mehr zu Heilpflanzen erfahren? Das Heft "Auf eigene Faust zur Apotheke der Natur" führt Sie mit exakten Wegbeschreibungen zu ausgewählten Heilpflanzen im Botanischen Garten, unter anderem auch hier durch den Arzneipflanzengarten. Den Gartenführer erhalten Sie am Zentralen Platz (Rückwand der Kieler Forschungswerkstatt) und in der Eingangshalle der Schaugewächshäuser (Schutzgebühr 2€ pro Heft).

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Ökologie der Bestäubung und Verbreitung

Gleich am Ende des gelben Weges, der in den Botanischen Garten führt, liegen links vom Zentralen Platz die Beete der Bestäubungs- und Verbreitungsökologie. In den Beeten der Bestäubungsökologie werden an zahlreichen Pflanzen die Mechanismen veranschaulicht, mit denen Pflanzen ihre Bestäuber anlocken. Dabei gibt es eindrucksvolle Anpassungen sowohl auf der Seite der Pflanze, aber auch auf Seiten der bestäubenden Insekten zu entdecken. Hier wird deutlich, warum das derzeit beobachtete Insektensterben fatale Wirkungen auf den Menschen hat. Denn ohne Bestäubung gibt es auch keine (kaum) Früchte. In den Beeten zur Verbreitungsbiologie werden jene Mechanismen vorgestellt, mit denen Pflanzen eine Ausbreitung sicherstellen. Denn wenn die Samen und die daraus keimenden Jungpflanzen der neuen Generation alle unterhalb der Mutterpflanze liegen würden, gäbe es Konkurrenz um Licht und andere Ressourcen. Raffinierte Mechanismen erlauben es den ansonsten recht unbeweglichen Pflanzen aber ganz neue Lebensräume zu erobern.

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Der Themengarten: 'Der Garten des Gartengründers Major'

Ein Modell des Gartens, wie er 1669 von Johann Daniel Major angelegt worden war

Der Botanische Garten Kiel feiert im Jahr 2019 sein 350. Gründungsjubiläum. Nur vier Jahre nach Gründung der Kieler Christian-Albrechts-Universität zu Kiel hat im Jahr 1669 der Kieler Professor Johann Daniel Major einen Hortus Medicus im Schlossgarten zu Lehrzwecken anlegen dürfen.

Gottorfer Aloe

Anhand noch vorhandener Skizzen dieses Gartens haben wir unseren Themengarten nahe des Eingangs in die Schaugewächshausanlage gestaltet. Dieser soll einen Eindruck von dem allerersten Botanischen Garten in Kiel vermitteln.

 

 

Die Gottorfer Aloe ("Aloe gottorpiensis", Agave americana) in Majors Garten. Zum Ruhme des Herzogs dichtete er: "Es steige Holstein in die Höh' als wie die edle Aloe ..."

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